Herzlich Willkommen!
In diesem Onlineshop finden Sie geeignete Nützlinge sowie Zubehör für den biologischen Pflanzenschutz für Haus- und Kleingarten, Balkon und Terrasse, Zimmer und Wintergarten und Gewächshaus.
Informationen zu den wichtigsten Schädlingen und deren Bekämpfung finden Sie in den oberen Rubriken.
Aktuelle Informationen, z.B. welche Schädlinge in diesem Monat besonders aktiv sind, finden Sie gleich hier unten.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und Stöbern sowie viel Erfolg bei Ihrer biologischen Schädlingsbekämpfung!
Markus Winnig
Pflanzenschutztipps Januar 2010 :
- Schmierläuse: So werden Sie die Biester wieder los! -
- Spinnmilben: Ersten Befall jetzt rechtzeitig unterdrücken!-
- Thrips: Große Verwechslungsgefahr mit Spinnmilben! -
- Trauermücken: Jetzt mit Nematoden schnell und sicher bekämpfen -
Schmierläuse im Zimmer und Wintergarten- was hilft wie, wann und wo?
So manch einer endeckt jetzt an seinen Zimmer -und Wintergartenpflanzen so kleine weiße Flocken. Ehe man es sich versieht bilden sich sogar solche Watteansammlungen wie auf diesen Foto. Unter den Wattebauschen verbergen sich Schmierläuse!Schmierläuse sind recht hartnäckig und mit herkömmlichen Mittel nicht gerade einfach langfristig zu bekämpfen. Es sei denn man macht es wie die Profis aus der Innnenraumbegrünung.
Wie erkennen Sie eine Schmierlaus?
Das Schmierläuse an Ihren Pflanzen aktiv sind erkennen Sie an kleinen klebrigen Wattetupfen, die Sie an Blattrippen, Zweigen sowie Blattachseln finden. Im Zimmer, Wintergarten und Gewächshaus tritt die Zitrusschmierlaus (Planococcus citri) am häufigsten auf. Deren Weibchen sind oval geformt ,ca. drei bis fünf Milimeter lang und etwas rosig gefärbt. Der Schädling hat eine Wachsschuppenschicht, sechs Beine sowie kurze Schwanzfäden am Hinterteil. Foto: Erwachsene Tiere, Larven und Eigelege der Zitrusschmierlaus
Warum sind Schmierläuse so hartnäckig?
Zitruschmierläuse sind zäh. Unbegattete Weibchen leben rund acht Monate, die begatteten dagegen sterben nach der Eiablage. Dafür legen sie aber bis zu 600 Eier in einen dichten Wachsfadensack ab. Nach 10 Tagen schlüpfen die ersten gelblichen winzigen Jungtiere. Sie sind sehr mobil und können mehrere Meter zur nächsten Pflanzen zurücklegen. Liegen Temperaturen bei 26 Grad und eine 60 % Luftfeuchte vor, dauert die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Tier nur ein bis zwei Monate. Unter diesen Bedingungen sind bis zu acht Schmierlausgenerationen im Jahr möglich.
Welche Schaden verusachen Schmierläuse ?
Zitrusschmierläuse befallen gerne Philodendron und Ficusarten, Palmen, Strelitzien, Orchideen sowie viele Sukulente. Durch das starke Saugen an den Pflanzen kommt es zu Verwachsungen, Stauchungen, vergilbten Blättern sowie zum Abfall von Blättern und Blüten. Da die Tiere reichlich zuckerhaltige Ausscheidungen hinterlassen, werden die Pflanzen stark verklebt. Häufig siedeln sich darauf Ruß-und Schwärzepilze an. Der schwarze Belag schwächt und verunstaltet die Pflanzen.
Was können Sie gegen Schmierläuse machen?
Ein geringer Befall an kleinen Pflanzen ist schnell in Griff zu kriegen: Die Tiere werden einfach mit einer Zahnbürste aus ihren Verstecken gekratzt. Achtung: sämtliche Flocken müssen entfernt werden! Wem das zu eklig ist kann die Tiere auch mit einem Speiseöl getränkten Wattestäbchen beträufeln. Das Öl verstopft die Atemöffnungen. Bei größeren Pflanzen helfen Spritzmittel auf Kaliseifenbasis. Leider leben Schmierläuse auch sehr versteckt. Zudem schützt ihre Wachsschicht sie gut vor Flüssigkeiten. Die Pflanzen müssen daher sehr gründlich und auch mehrmals in kurzen Abständen behandelt werden. Chemische Insektizide helfen nicht immer, da erst einmal die aktiven, saugenden Tiere getötet werden. Je nach Wirkungsdauer und Entwicklungszeit der Tiere bleiben die Nachkommen schon mal verschont. So mancher Hobbygärtner staunt daher nicht schlecht, dass er nach einiger Zeit schon wieder Schmierläuse bei sich hat.
Was hilft langfristig gegen Schmierläuse?
Wer alle Schädlingsstadien, also Eier, Larven und erwachsene Tiere beseitigen oder auf herkömmliche Mittel verzichten möchte sollte Nützlinge einsetzen. Zu den bekanntsten Gegenspieler der Zitrusschmierlaus zählt der Australische Marienkäfer und seine Larven. Allerdings können Sie Australische Marienkäfer erst wieder ab Mitte März erfolgreich einsetzen, denn sie benötigen neben einer hohen Temperatur auch viel Licht. Achtung: Wer diese Bedingungen dank Einsatz von Pflanzenlampen etc. (Min 10h Belichtung) erfüllt, kann die kleinen Kerle schon jetzt im Winter bei sich einsetzen. Foto: Australischer Marienkäfer
Zur Bestellung von Australischen Marienkäfer
Schmierlausjäger: Florfliegenlarven
Eine gute Alternative zum Australischen Marienkäfer ist der Einsatz von Florfliegenlarven. Neben Blattläusen, Weichhautmilben und Trips jagen diese Insekten nämlich auch Schmierläuse. Wie sein australischer Kollege fressen auch sie alle Stadien des Schädlings. Florfliegenlarven sind ganzjährig gegen Schmierläuse einsetzbar. Sie sind auch bei niedrigen Temperaturen aktiv und kommen auch mit niedriger Luftfeuchte und wenig Licht zurecht. Foto: Florfliegenlarve frisst Blattlaus
Wie erhalten Sie Florfliegenlarven?
Die Tiere werden als junge Larven in einer speziellen Wabenpackung per Post geliefert. Rund 500 Florfliegenlarven sind in einem Wabenriegel enthalten. Die einzelen Waben sind nötig, um die Tiere gegenseitig zu schützen. Florfliegenlaven neigen nämlich zum Kanibalismus. Als Reiseproviant sind daher auch Getreideblattläuse beigefügt. Keine Angst - für Blumen und Pflanzen sind diese Läuse völlig ungefährlich. Eine Packung kostet 11,- Euro und reicht je nach Pflanzenhöhe für 10 qm aus. Foto: Florfliegenlarvenpackung
Wie werden Florfliegenlarven ausgesetzt?
Die Tiere sind ganz einfach auszusetzen: Über die Wabenfläche ist eine Gaze geklebt. Halten Sie die Wabenpackung über die Pflanzen und ziehen Sie die Gaze ein wenig herunter. Durch Klopfen auf die Rückseite der Packung werden die Tiere heraus geschleudert. Ein einmaliger Einsatz der Tiere reicht nicht! Florfliegenlarven sind ca. 10 Tage als Jäger aktiv. Leider vermehren sie sich nicht im Zimmer und Gewächshaus. Je nach Befall ist daher ein weiterer Aussatz notwendig! Foto: Öffnen der Florfliegenpackung
Zur Bestellung von Florfliegenlarven
Bitte beachten Sie: Beim Einsatz der Tiere sollte der letzte chemische Pflanzenschutz vor 6 Wochen erfolgt sein. Bei Verwendung von nützlingsschonenden Mitteln sind keine Wartezeiten notwendig. Bei einem bereits starken Befall ist eine Vorbehandlung mit einem biologischen Mittel notwendig. Rufen Sie mich an unter der Tel: 030-254 69 381, in einem ausführlichen Beratungsgespräch klären wir, welche Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist.
Spinnmilben vermehren sich jetzt auf Ihren Pflanzen - rechtzeitige Bekämpfung verhindert große Schäden!
Zimmerpflanzen haben jetzt eine harte Zeit. Die trockene Heizungsluft setzt vielen Pflanzen zu. Gerade geschwächte Pflanzen werden gerne von Spinnmilben befallen. Die Pflanzensauger vermehren sich in den warmen Räumen prächtig. Werden Spinnmilben nicht bereits im Anfangsstadium bekämpft, enden viele Pflanzen in der Mülltonne.
Wo finden Sie Spinnmilben?
Die kleine Biester sind nicht so leicht zu entdecken, denn sie leben hauptsächlich auf der Blattunterseite. Um die nur 0,4 mm großen Schädlinge dort überhaupt zu finden, brauchen Sie schon ein gutes Auge bzw. eine Lupe. Wie der Name verrät, sind diese Schädlinge mit den Spinnen verwandt. Sie haben acht Beine, einen ovalen Körper und weben sogar Netze. Je nach Wirtspflanze sind Spinnmilben gelblich, grün oder rötlich gefärbt. Typisch sind ihre zwei kleinen schwarzen Flecken auf dem Rücken.
Foto: erwachsene Spinnmilben und Spinnmilbeneier
Welche Symptome zeigen einen Befall?
Einen beginnenden Spinnmilbenbefall erkennen Sie an ein paar winzig kleinen gelb-weißen Pünktchen auf den Blättern. Die Spinnmilben saugen dort die Pflanzenzellen von der Blattunterseite aus. Dadurch verlieren die Pflanzen das lebensnotwendige Blattgrün. Bei fortschreitendem Befall verdichten sich diese, die Blätter verfärben sich graubraun und vertrocknen schließlich. Erfolgt keine Bekämpfung, können bei einem starken Befall geschwächte Pflanzen komplett absterben!
Foto: Spinnmilbenbefall mit erster Netzbildung
Was können Sie gegen Spinnmilben unternehmen?
Bei einem sehr kleinen Befall kann zunächst das Abspülen der Blätter mit Wasser sinnvoll sein. Allerdings reicht das für eine erfolgreiche Bekämpfung überhaupt nicht aus. Die Biester halten sich erstaunlich dank Luftblasen erstaunlich gut an Blättern fest. Chemie in Form von Blumenstick oder Spray bringt in vielen Fällen nur eine recht kurzfristigen Erfolg. Die Tiere sind inzwischen gegen viele Mittel erstaunlich resistent. In geschlossenen Räumen sind zudem chemische Mittel nicht gerade ungefährlich. Erwerbsgärtner und Innenraumbegrünungsprofis bevorzugen daher die biologische Bekämpfung. Als wirksames Gegenmittel hat sich das gezielte Aussetzen von gezüchteten Phytoseiulus Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) bewährt.
Keine Angst: Raubmilben fressen nur Spinnmilben!
Die ursprünglich aus Chile stammenden Nützlinge sind nur 0,6 mm groß, tropfenförmig bis kugelig geformt, leuchtend orangerot gefärbt und sehr agil. Die nützlichen Raubmilben unterscheiden sich damit deutlich von den etwas trägeren, schwarz gefleckten Schädlingen. Foto: Phytoseiulus Raubmilben in Aktion Phytoseiulus Raubmilben saugen Eier, Larven und erwachsene Tiere der Gemeinen Spinnmilbe aus. Eine einzige Raubmilbe frisst pro Tag fünf Spinnmilben oder 20 Spinnmilbeneier bzw. Spinnmilbenlarven. Haben Sie keine Angst- die Tiere werden Sie nicht bemerken oder gar belästigen! Phytoseiulus-Raubmilben verlassen die Pflanzen nicht und sind für Menschen, Tiere und Pflanzen völlig ungefährlich. Sie können daher die Mikrokiller getrost bei sich in einsetzen. Werden diese Nützlinge bereits bei einem geringen Befall ausgesetzt, können Sie Ihren Spinnmilbenbefall bequem und langfristig eindämmen. Foto: Phytoseiulus Raubmilben
Bewährt: verschiedene Raubmilbenstadien auf Bohnenblättern
Mehr als eiablagebereite Raubmilbenweibchen sowie Jungtiere und Eier werden geliefert. Durch die unterschiedlichen Generationen ist ein längerer Bekämpfungserfolg möglich. Raubmilben sind in verschiedenen Applikationsformen erhältlich. Damit Sie Zuhause diese Tiere schneller und leichter aussetzen können, werden die Nützlinge auf Bohnenblättern geliefert. In feuchtes Papier eingeschlagen und im Folienbeutel verpackt werden die nützlichen Tiere per Post verschickt. Eine Hobbypackung reicht für 10 qm Fläche mit niedrigen Pflanzen. Die im Vergleich niedrige Behandlungsfläche basiert auf jahrelangen Erfahrungswerten im Hobbygartenbau.Größere Flächen mit gleicher und gar kleinere Nützlingsmenge sind in der Regel nur im Erwerbsgartenbau unter Optimalbedingungen (automatische Klimasteuerung,gleichmäßiger Pflanzenbestand, jahrelange Erfahrungen im Nützlingseinsatz etc.) zu erzielen. Für die recht kargen Bedingungen bei uns Hobbygärtnern benötigt man eine größere Menge. Ein Raubmilbenset kostet 11,- Euro. Bestellung Phytoseiulus-Raubmilben
Foto: Eingepackte Bohnenblätter mit verschiedenen Phytoseiulus Raubmilben-Generationen
Was müssen Sie beim Einsatz beachten?
Beim Einsatz der Raubmilben sollte der letzte chemische Pflanzenschutz vor 6 Wochen erfolgt sein. Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz sind Temperaturen ab mindestens 20 ° C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit von über 60 %. Warum? Die hohe Luftfeuchte bewirkt eine schnelle Vermehrung der ausgesetzten Raubmilben. Bei den Spinnmilben wiederum führt es zu einer Verringerung der Nachkommen. Sie sollten daher die behandelten Pflanzen öfters am Tag mit einem Pflanzensprüher befeuchten. Oder der Pflanze eine durchsichtige Plastiktüte, z.B. einen Müllbeutel, überstülpen. Unter der Folie entwickelt sich schnell ein gutes "Raubmilbenklima".
Achtung: Bei einem bereits starken Befall (Pflanzenteile sind eingesponnen wie auf dem Foto) helfen selbst Raubmilben in sehr großen Mengen wenig! Hier ist eine 1-2 wöchige Vorbehandlung mit einem biologischen Schädlingsmittel notwendig. Foto: starker Spinnmilbenbefall mit Netzbildung
Wie werden die Raubmilben ausgesetzt?
Die Tiere sind ganz einfach auszusetzen: Die mit Raubmilben präparierten Bohnenblätter werden je nach Bedarf vorsichtig verkleinert und in unmittelbarer Nähe des Befalls auf Blättern und Stielen verteilt. Nach dem Aussetzen machen sich die ersten Tiere gleich auf die Suche nach den Spinnmilben. Ein wenig Geduld brauchen Sie allerdings schon. Erst nach ca. zehn Tagen ist ein Stoppen des Spinnmilbenbefalls zu erkennen. Stimmen dann noch die Klimabedingungen, sind die Pflanzen nach weiteren 14 Tagen oftmals schon spinnmilbenfrei. Foto: Raubmilben-Blätter werden auf die Pflanzen gelegt
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Thrips schon beim ersten Auftreten gezielt eindämmen
Thrips. Leider wird dieser Schädling übersehen oder zu spät und falsch behandelt. Der Schädling ist nur 1,5 mm groß und fliegt bei jeder Berührung der Pflanzen weg. Zudem ähnelt das Schadbild sehr stark dem der Spinnmilben.
Thrips sind anfangs schwer zu finden
Thrips sind 0,6 bis 1,5 mm große, länglich-schmale, geflügelte Insekten. Mit bloßem Auge sind sie meist nur auf dunkelen Blüten oder Blättern zu erkennen. Die erwachsenen Tiere sind bräunlich, teilweise quer gestreift. Ihre Larven dagegen sind weißlich bis gelblich gefärbt. Die Schädlinge leben anfangs sehr versteckt an Blattrippen, zwischen Knospenschuppen und Blüten. Da sie außerdem fliegen können, werden sie oft übersehen.
Foto: erwachsener Thrips
Verwechlungsgefahr mit Spinnmilben
Thrips saugen Pflanzenzellen leer. Typisch sind daher anfangs einzelne winzig kleine, eingesunkene, silbrig glänzenden Flecken auf der Oberseite von Blättern. Ähnlich dem eines Spinnmilbenbefalls! Kontrollieren Sie daher die Blätter genau. Ein sicherer Hinweis auf Thrips sind winzig kleine schwarze Kothäufchen, die wie Öltropfen aussehen. Die Blätter werden später braun und schwarz, da über die beschädigten Zellen Pilze eindringen. Es werden aber auch Blüten und Knospen angesaugt. Da diese Schädlinge auch Viruskrankheiten übertragen, kommt es daher häufig zu Verformungen und Blütenabfall.
Foto: Schadbild von Thrips
Eingeschleppt über Schnittblumen und schwer zu bekämpfen
Im Zimmer und Wintergarten ist der Kalifornische Blütenthrips sowie der Gewächshaustrips stark verbreitet. Sie befallen sehr häufig Chrysanthemen, Rosen Alpenveilchen und Usambaraveilchen, sowie Jasmin, Flamingoblume, Ficus, Drachenbäume, Zimmerlinden, Kroton und Zitrusgewächse . Die Tiere kommen meist durch infizierte Zier-und Grünpflanzen sowie Schnittblumen ins Haus und breiten sich sehr schnell aus. Thrips sind mit herkömmlichen Mitteln schwer zu bekämpfen. Die Tiere werden in vielen Fällen schnell immun gegen die handelsüblichen chemischen Mittel.
Wie der Erwerbsgärtner: Raubmilbeneinsatz
Profigärtner setzen daher in der Innenraumbegrünung und im Gewächshaus auf einen natürlichen Gegenspieler: Die Raubmilbe Amblyseius cucumeris. Der Nützling ist nur 0,3 -0,5 mm groß, tropfenförmig und weiß- gelblich gefärbt. Sie ernährt sich hauptsächlich von Thripslarven. Diese Raubmilben sind ideal zur Thripsvorbeugung geeignet, denn bei geringer oder fehlender Nahrung ernähren sie sich kurzzeitig auch von Spinnmilben, Weichhautmilben und Blütenpollen. Achtung: Bei einem bereits stärkeren Befall reicht der Einsatz dieser Raubmilbe leider oft nicht aus. Es müssen dann zusätzlich Florfliegenlarven ausgesetzt werden, da diese die erwachsen Schädlinge fressen. Foto: Amblyseius-Raubmilbe
Bestellung Amblyseius-Raubmilben
Raubmilben vertragen auch mal schlechtes Klima
Auch beim vielen Hobbygärtner hat sich der vorbeugende regelmäßige Einsatz bewährt. Allerdings haben die ursprünglich aus Südamerika stammenden Raubmilben gewisse Klimaansprüche. Die Raubmilben sind ab 20o C aktiv. Auch benötigen sie eine Luftfeuchtigkeit von 65 %. Allerdings nicht ständig. Sie halten auch mal "trockene Tage" gut aus.
Per Post: Die Milbenzucht im Papierbeutel
Die Amblyseius-Raubmilben sind nur über den Versandweg erhältlich. Geliefert werden die Raubmilben zusammen als erwachsene Tiere, Jungtiere und Eier in speziellen Papiertütchen zum Aufhängen. Die Papiertüten funktionieren wie sind kleine Raubmilben-Zuchtstationen.Über 4-6 Wochen lang, wandern aus den Tüten ständig neue Raubmilben auf die Pflanzen über. Eine Hobbypackung enthält 10 Tüten, die Menge ist ausreichend für die Behandlung von 10 qm Fläche mit niedrigen Pflanzen. Die im Vergleich niedrige Behandlungsfläche basiert auf jahrelangen Erfahrungswerten im Hobbygartenbau.Größere Flächen mit gleicher und gar kleinere Nützlingsmenge sind in der Regel nur im Erwerbsgartenbau unter Optimalbedingungen( automatische Klimasteuerung,gleichmäßiger Pflanzenbestand, jahrelange Erfahrungen im Nützlingseinsatz etc.) zu erzielen. Für die recht kargen Bedingungen bei uns Hobbygärtnern benötigt man schon eine größere Menge. Eine Hobbypackung mit 10 Tüten für 10 qm kostet 11,- Euro. Bestellung Amblyseius-Raubmilben
Foto: Raubmilben-Zuchstationen
Einfaches Aussetzen der Raubmilben
Die Papiertütchen werden an die befallenen Pflanzen gehängt. Die Tüten müssen vor Wasser und direktem Sonnenlicht geschützt werden. Ideale Plätze sind obere Pflanzenteile mit schattigem Blattwerk. Nach wenigen Tagen sind die ersten Raubmilben auf die Suche nach Thripslarven. Beobachten kann man die agilen Nützlinge dabei allerdings nur schwer, denn er ist nur stecknadelkopfgroß und sehr flink. Die Lebensdauer eines Raubmilbenweibchens liegt zwischen 20 bis 30 Tagen. In dieser Zeit kann sie bis zu 60 Thripslarven aussaugen. Dauerhaft ansiedeln lassen sich diese Tiere allerdings nur sehr schwer. Um Thrips konstant einzudämmen, ist je nach Befall ein weiterer Einsatz im Abstand von 4-8 Wochen ratsam.
Bitte beachten Sie: Beim Einsatz der Tiere sollte der letzte chemische Pflanzenschutz vor 6 Wochen erfolgt sein. Bei Verwendung von nützlingsschonenden Mitteln sind keine Wartezeiten notwendig. Bei einem bereits starken Befall ist eine Vorbehandlung mit einem biologischen Insektizid notwendig. Rufen Sie mich an unter der Tel: 030-254 69 381. In einem ausführlichen Beratungsgespräch klären wir, welche Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist.
Foto: Ausbringung der Raubmilben-Tütchen
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Trauermücken oder Guck mal was da nervt!
Kennen Sie das auch? Von irgendwo her jetzt tauchen winzige schwarze Fliegen auf. Bei den Tieren handelt es sich um Trauermücken. Stechen tun sie nicht, sie sind aber ziemlich lästig. Ganz schnell werden Trauermücken zu einer Plage und können sogar Ihre Pflanzen schädigen.
Trauermücken: klein, zart und harmlos
Die schwarz-braunen, 2-7mm großen Trauermücken krabbeln meist auf der Blumenerde. Sie fliegen aber bei der kleinsten Störung sofort auf. Jetzt im Sommer kommen die lästigen Schädlinge durch das offene Fenster. Aber auch frisch gekaufte Topf- und Grünpflanzen ( besoders wenn Sie lange draußen standen) sind schon mal mit den kleinen Tieren gut infiziert. Die Tiere leben nur wenige Tage - hauptsächlich um sich massig fortzupflanzen. Jedes Weibchen legt rund 200 Eier in die Topfpflanzenerde ab. Nach vier bis fünf Wochen schwirrt bereits eine neue Trauermückengeneration durch die Räume.
Foto: erwachsene Trauermücke (vergrößerte Ansicht)
Richtige Schäden durch die Larven
Abgesehen davon das Trauermücken sehr lästig werden, richten die erwachsenen Exemplare keinerlei Pflanzenschäden an. Ganz anders dagegen ihr im Boden lebender Nachwuchs. Die 1-2 mm weiß-glasigen Larven mit dem schwarzen Kopf, fressen an den Haarwurzeln der Pflanzen. An großen und gesunden Zimmerpflanzen wirkt sich der Wurzelfraß kaum aus. Bei geschwächten und kleinen Pflanzen dagegen können die Fraßstellen, die nämlich ideale Eintrittspforten für schädliche Bakterien und Pilze sind, zu einer weiteren Verkümmerung der Pflanzen führen.
Foto: Trauermückenlarve (vergrößerte Ansicht)
Gelbtafeln wirken nicht gegen Larven!
Trauermücken sind nicht so leicht zu bekämpfen, denn die Tiere vermehren sich rasant. Kaum sind die erwachsenen Tiere aus der Erde geschlüpft legen sie bereits zwei bis drei Tage später wieder Eier ab. Der oftmals in Ratgebern genannte Tipp, eine feine Sandschicht über die Topferde als Barriere zu streuen funktioniert daher nur teilweise gut. Leider sind nämlich die Tiere schlau und wandern über die Entwässerungslöcher des Topfes in die Erde ein. Eine relativ gute und zudem Giftfreie Bekämpfungsmöglichkeit sind Gelbtafeln. Die gelben Kunststofftafeln mit klebriger Beschichtung (siehe Foto) werden an Metall- oder Holzstäben in den Topf gesteckt. Allerdings bleiben an den Klebefallen nur die erwachsenen Trauermücken hängen. Für eine vollständige Bekämpfung sind Gelbtafeln daher leider nicht geeignet. Sie wirken nicht gegen den zahlreichen im Boden wütenden Nachwuchs.
Foto: Gelbtafel
Besser: Biologische Bekämpfung mit nützlichen Nematoden!
Sehr gut bewährt aber haben sich Gelbtafeln in Zusammenarbeit mit dem natürlichen Feind der Trauermückenlarven, den Steinernema feltiae-Nematoden. Über Haut- und Körperöffnungen dringen die nur 0,03 mm großen Nützlinge in die Blutbahn des Schädlings ein und geben dort Bakterien aus ihrem Darmtrakt ab. Durch die starke Vermehrung der Bakterien verenden die Trauermückenlarven innerhalb weniger Tage. Für Menschen, Tiere und Pflanzen sind die Nematoden und deren Bakterien völlig ungefährlich. Foto: Nematoden greifen Trauermückenlarven an (Mikroskop-Ansicht)
Wie werden die Nematoden geliefert?
Wer sich angesichts des Begriffes Fadenwurm schüttelt - keine Angst! Diese Nützlinge sind nicht nur mikroskopisch klein, sondern als Pulver gut eingeschweißt in einem Plastikbeutel erhältlich. Geliefert werden die Tiere über den Versandweg per Post. Im Kühlschrank sind Nematoden bei 4 bis 10 o C einige Wochen lang haltbar. Eine Packung mit 10 Millionen Nematoden kostet 11,- Euro und reicht für 20 qm gut aus.
Foto: Nematoden in Pulverform eingeschweißt in Folienbeutel
Wie werden die Nematoden eingesetzt?
Das Aussetzen dieser Minitorpedos ist kinderleicht: Das Nematoden-Pulver wird in Wasser aufgelöst und weiterverdünnt. Mit der nun fertigen Nematodenlösung werden die Pflanzen gegossen. Aber vorsicht: Nicht zuviel des Guten. Aus dem Abzugsloch darf kein Wasser treten! Die Nematoden sollen im Topf wirken und nicht auf dem Untersetzer. Innerhalb von zwei bis drei Tagen verenden bereits die ersten Schädlingslarven. Ca. 10 Tage nach der Ausbringung sind in der Regel rund 3/4 aller Trauermückenlarven sicher abgetötet. Da die Fadenwürmer sich zudem in den toten Trauermückenlarven vermehren, ist die Blumenerde für viele Wochen gegen erneute Trauermückenattacken geimpft!
Foto: Einrühren der Nematoden in Wasser
Bitte beachten Sie: Da man nicht sehen kann , wo die Schädlinge bereits ihre Eier noch abgelegt haben, sollten Sie alle Pflanzen in Ihren Räumen mit der Nematodenlösung gießen.
Zur Bestellung von Trauermücken-Nematoden für 20 qm
Zur Bestellung von Trauermücken-Nematoden für 100 qm