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insekten-schuetzen-pflanzen.de

Aktuelle Pflanzenschutztipps KW 30

 
- Gartenlaubkäferlarven: Der Schädling wird jetzt in vielen Regionen sichtbar aktiv! -
- Blattläuse: So setzen Sie Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegenlarven richtig ein -
- Spinnmilben: Der Raubmilben-Mix bekämpft und schützt vor Neubefall -
 

Gartenlaubkäferlarven: Der Rasenschädling ist  jetzt in vielen Regionen sichtbar aktiv!

 

Immer mehr Hobbygärtner klagen darüber: Jedes Jahr im Juli erscheinen im gesunden Rasen kleine Stellen, die nicht mehr so richtig wachsen. Die Stellen werden immer größer und verfärben sich ins Gelbliche und sterben später im August sogar komplett ab. Die Ursache sind Gartenlaubkäferlarven im Boden. Lassen Sie es nicht so weit kommen, machen Sie wie die Rasenprofis: Setzen Sie jetzt Heterorhabditis-Nematoden gegen diesen gefährlichen Rasenschädling ein.

 

Eine Kurzübersicht über Gartenlaubkäferlarven finden Sie hier

 

Zur Bestellung von Gartenlaubkäfer-Nematoden für 20 qm gelangen Sie hier

 

Zur Bestellung von Gartenlaubkäfer-Nematoden für 50 qm gelangen Sie hier

 

Zur Bestellung von Gartenlaubkäfer-Nematoden für 100 qm gelangen Sie hier

 

Gartenlaubkäfer im MaiEin harmloser Käfer mit gefährlichen Nachwuchs

 

Der Gartenlaubkäfer ist verwandt mit dem Maikäfer. Im Juni legen die ca. 11 mm großen, rotbraun gefärbten Gartenlaubkäferweibchen ihre Eier in Erdhöhlen ab. Die Nisthöhlen mit jeweils 40 Eiern werden hauptsächlich im Rasen, gelegentlich aber auch in Erdbeer- oder Rosenbeeten angelegt. Nach einigen Wochen schlüpfen daraus cremefarbene Engerlinge mit ihren typischen vorderen Beinstummeln. Diese Engerlinge haben es in sich! Sie sind direkt unter der Grasnarbe aktiv und fressen dort die Wurzeln der Gräser ab. Foto: erwachsener Gartenlaubkäfer
 
 

Gartenlaubkäferschaden im-AugustMassive Schäden in Rasenanlagen

 

Ein Jahr lang bleiben die Gartenlaubkäferlarven im Boden. Und ihr Schaden ist beträchtlich. Anfangs reichen den Engerlingen noch die feinen Haarwurzeln, später nur noch die größeren. Die Folge: Die Gräser nehmen nach und nach kein Wasser und keine Nährstoffe mehr auf, welken und sterben schließlich ab. Bis etwa Mitte Oktober sind die Gartenlaubkäferlarven in den oberen Erdschichten aktiv. Dann wandern sie in die tieferen Bodenschichten zur sicheren Überwinterung. Foto: Gartenlaubkäferbefall in Rasenanlage  
 
 
 

fachberatergartenlaubkaeferlarven-large.jpgWas hilft gegen diesen Rasenschädling wirklich?

 

Die Bekämpfung dieses hartnäckigen Schädlings sollte umgehend beginnen! Die Engerlinge durch Harken bzw. Vertikutieren des Rasens los zu werden befreit zwar von der ersten Wut, ist aber leider keine effektive Bekämpfung. Man erwischt damit einfach zu wenige Tiere. Viel sicherer und zudem auch viel bequemer ist die Zusammenarbeit mit dem natürlichen Feind dieses Rasenschädlings, den Heterorhabditis-Nematoden. Sie werden seit einigen Jahren erfolgreich zur Gartenlaubkäferbekämpfung gezüchtet und eingesetzt, z.B. auf Golfplätzen. Foto: Gartenlaubkäferlarven
 
 

Heterorhabditis-NematodenWas hilft gegen diesen Rasenschädling wirklich?

 

Die nur 0,03 Millimeter kleinen Fadenwürmer spüren selbstständig im Boden die Rasenschädlinge auf, dringen über die Körperöffnungen der Engerlinge ein und geben dort tödliche Bakterien aus ihrem Darmtrakt frei. Keine Angst! Die Nematoden sind nur im Boden aktiv und für Mensch, Tiere und Rasen und andere Pflanzen völlig ungefährlich! Innerhalb von 3 Tagen werden die ersten Gartenlaubkäferlarven abgetötet. Nach 2 bis 3 Wochen sind in der Regel der größte Teil der Schädlinge abgetötet. Eine Neuaussaat der abgestorbenen Stellen ist nach weiteren 3 Wochen möglich. Foto: Heterorhabditis-Nematoden (Mikroskop-Ansicht)
 

Hobbypackung H-Nematoden gegen GartenlaubkäferlarvenWie die Profis: Nematodeneinsatz im Haus- und Kleingarten

 

Ach der Hobbygärtner kann diese nützlichen Nematoden problemlos auf seine Rasen einsetzen. Kleinstpackungen für 20 qm, 50 und 100 qm Rasenfläche sind bei mir in Onlineshop direkt bestellbar. Großpackungen für Flächen ab 1.000 qm sind nur per email unter info@insekten-schuetzen-pflanzen.de bestellbar. Im Plastikbeutel verschweißt, kommen die Nematoden per Post zu Ihnen nach Hause. Foto: Hobbypackung H-Nematoden gegen Gartenlaubkäferlarven
 
 

Ausbringen der H-Nematoden gegen GartenlaubkmäferEinfacher Einsatz mit Wasser und Gießkanne 

 
Die Nematoden zur Bekämpfung von Gartenlaubkäferlarven können bis Ende September eingesetzt werden. Wie meist im Leben gilt auch hier: Je früher Sie anfangen umso besser. Der Nematodeneinsatz ist ungefährlich und einfach. Die Nützlinge sind mit einem speziellen Mineralpulver vermengt. Dieses Pulver wird in Wasser aufgelöst, je nach Quadratmeterzahl weiter verdünnt und mit einer Gießkanne großzügig auf und um die befallenen Rasenflächen gegossen. Für eine erfolgreiche Bekämpfung müssen die Rasenflächen vor- und nachgewässert werden. Foto: Gießen der Nematodenlösung
 
Nematodensprüher im EinsatzTipp: Um eine 20 qm große Fläche zu behandeln, müssen mindestens 1 l pro qm, also 20 L Nematodenlösung, ausgebracht werden. Wer also nur ein paar Befallflecken  mit Nematoden behandeln muss, kommt mit einer Gießkanne gut aus. Wer größere Rasenflächen behandeln muss, sollte ein spezielles Nematodensprühgerät benutzen. Dieses handliche Gerät, hat als Zubehör ein Pralldüsenaufsatz für Rasenflächen und wird einfach an den Gartenschlauch angeschlossen. Durch die automatische Mischung von Nematoden und Wasser können so größere Flächen, sehr schnell und bequem in einem Rutsch behandelt werden. Der Nematodensprüher ist einzeln für 20,50 Euro bestellbar. Foto: Nematodensprügerät im Einsatz  
 

Sonderaktion: Nematoden + Nematodensprühgerät: Wer zu einer 100 qm Packung Gartenlaubkäfernematoden (22,- Euro) gleich eine Nematodensprühflasche (20,50 Euro) mitbestellt, erhält alles zusammen zum Vorzugspreis: von 37,50 Euro!  Zur Bestellung dieser Sonderaktion gelangen Sie hier

 
 
 
 
 
 

 

 

Blattläuse: So setzen Sie richtig Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegenlarven ein!

 

Bei den jetzigen hohen Temperaturen, vermehren sich  Blattläuse rasant. Fast alle Pflanzen sind davon betroffen. Um diese lästigen Schädlinge wieder loszuwerden, helfen die natürlichen Feinde der Blattlaus: Der Siebenpunktmarienkäfer und seine Larven, sowie die Larven der Flor- und Hainschwebfliegen. Diese heimischen Nützlinge sind leider nicht in jedem Garten in ausreichender Zahl vorhanden. Der Einsatz gezüchteter Tiere ist hier eine gute Alternative. Besonders bei durch Blattläuse befallenen Gemüsen und Zierpflanzen. Hier liefert ein gezielter Einsatz sehr gute Ergebnisse. Ob als alleiniges Mittel oder als Ergänzung zu nützlingsschonenden Präparaten. Voraussetzung dafür sind aber einige Kenntnisse über die Lebensweise und Bedürfnisse der ausgesetzten Nützlinge.

 

Eine Kurzübersicht über Blattläuse finden Sie hier

 

Zur Bestellung von Siebenpunktmarienkäfer gelangen Sie hier

 

Zur Bestellung von Florfliegenlarven gelangen Sie hier

 

 

Achtung: Aufgrund der großen Hitze ist unsere Schwebfliegenproduktion zur Zeit sehr gering. Schwebfliegeneier sind daher leider erst wieder ab der KW 32 lieferbar!

 

Zur Vor- Bestellung von Hainschwebfliegenlarven gelangen Sie hier

 

 

Bitte beachten Sie: Grundsätzlich ist der Einsatz gezüchteter Nützlinge gegen Blattläuse an Obstbäumen und Ziergehölzen über 1, 50 m Höhe nicht zu empfehlen. Das liegt zum einen daran, dass Sie bei einer Pflanze solcher Größe weit mehr als nur zwei oder drei Packungen bräuchten, um den Befall zu stoppen. Zum anderen werden Sie sehen, dass der Aussatz der Tiere in die Baumkronen zu einer teilweise recht akrobatische Leistung werden kann. Hier empfehle ich als sinnvolle und billige Gegenmaßnahme den Griff zum Gartenschlauch. Spritzen Sie die Biester mit scharfem Strahl in regelmäßigen Abständen von den Trieben und Blättern einfach herunter.

 

Hainschwebfliegenlarve in Aktion.jpgLarven der Hainschwebfliege: Ideal für Beet und Balkon

 

An allen Pflanzen mit glatten Blättern und Trieben, wie z.B. Salaten oder Rosen, können gegen die Blattläuse die Larven der Hainschwebfliege eingesetzt werden. Eine einzige Larve schafft in nur ein bis zwei Wochen mehr als 800 Blattläuse. Und sie sind bereits bei 8 C aktiv. Außerdem sind sie wind- und regenfest. Wichtig ist aber dennoch, dass die Pflanzen auf denen ein Einsatz erfolgt, über ein dichtes Blattwerk verfügen. Grund: Die Tiere werden als nur 1mm große Eier auf Blättern geliefert. Rund 500 Eier sind in einer Packung. Bei Temperaturen um die 20 C schlüpfen bereits nach ein, zwei Tagen die ersten Larven. Diese kleinen Eier müssen vor direkter Sonne, starkem Regen sowie vor Vögeln geschützt werden. Wenn Sie sicher gehen möchten, legen Sie am besten ein handelsübliches Beetvlies über die Pflanzen. Foto: Hainschwebfliegenlarve frisst Blattlaus (vergrößerte Ansicht)

 

aussatzschwebfliegeneier2008-large.jpgHain-Schwebfliegenlarven: Leichte Ausbringung, Ortstreue und Nachhaltigkeit

 

Die Blätter werden also in das schattige Pflanzeninnere gelegt. Das dichte Blattwerk dient auch als geschütztes Tagesversteck und Schlafplatz, denn die glasigen Larven sind hauptsächlich in der Dämmerung aktiv. Auch ist das Blattwerk ein guter Ort für die Umwandlung zur erwachsenen Schwebfliege. Dies passiert nach zwei Wochen Fraßzeit. So können sich bis zu 3 weitere Generationen in Ihrem Garten entwickeln. Wichtig ist, dass der Blattlausbefall nicht weiter als ein bis zwei Meter vom Blattwerk entfernt ist.  Schwebfliegenlarven sind nämlich nicht allzu mobil. Dafür sind sie aber sehr gründlich in ihrem Aktionsradius. Sie fressen alles Battlausartige weg, also auch Blattlauslarven und die Eier der Blattlaus. Erst wenn ihr Revier komplett sauber ist, wandern sie weiter. Foto: Aussetzen der Hainschwebfliegeneier an der Pflanze 

 

Achtung: Aufgrund der großen Hitze ist unsere Schwebfliegenproduktion zur Zeit sehr gering. Schwebfliegeneier sind daher leider erst wieder ab der KW 32 lieferbar!

 

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Florfliegenlarve in Aktion.jpgDie Larven der Florfliegen: Sie  fressen neben Blattläusen auch Spinnmilben, Thrips und Zikaden

 

Bei behaarten Pflanzen sowie Pflanzen, die über ein wenig dichtes Blätterwerk und/oder lange Triebe (z.B. „Schwarzäugie Susanne“) verfügen, eignen sich die agilen Larven der  Florfliege. Rund 500 Blattläuse frisst eine einzelne Florfliegenlarve. Aber nicht nur das. Neben Blattläusen werden auch Spinnmilben, Thrips und Zikaden mit gefressen. Die Larven der Florfliege kommen in einer speziellen Wabenpackung per Post. Rund 500 junge Tiere befinden sich hier geschützt unter Gaze in einer Packung. Zur Aussetzung der Tiere wird die Schutzgaze direkt an der befallenen Pflanze vorsichtig entfernt und die Tiere vorsichtig heraus geklopft. Da dieser Nützling schon im fertigen Larvenstadium geliefert wird, benötigt er weniger Schutz. Foto: Florfliegenlarven frisst Blattlaus (vergrößerte Ansicht)

 

Ausbringung von Florfliegenlarven.jpgFlorfliegenlarven: geringe Temperaturansprüche und 2 - 3 Wochen aktiv

 

Bei einem Einsatz an zugigen Orten, wie z.B. auf Balkonen, sollten Sie dennoch in der ersten Woche die 2-3 mm kleinen Nützlinge vor Wind schützen. Auch hier hat sich der Einsatz eines Beetvlies bewährt. Ist der Pflanzenbestand der befallenen Pflanze noch etwas dünn, bietet das Aufstellen buschiger Pflanzen den eher dämmerungsaktiven Florfliegenlarven den notwendigen Rückzugs- und Ruheort. Florfliegenlarven haben recht geringe Temperaturansprüche, dafür einen großen Appetit. Insgesamt sind sie 2 - 3 Wochen aktiv gegen Blattläuse. Dann erfolgt die Umwandlung zum erwachsenen Insekt. Die Florfliege ernährt sich dann von Nektar und Pollen. Im Gegensatz zur Hainschwebfliege bildet sie aber nur selten eine weitere Generation. Foto: Aussetzen der Florfliegenlarven an der Pflanze 

 

 

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Siebenpunktmarienkäfer.jpgSiebenpunktmarienkäfer: bekannt und sehr gefäßig

 

Sind die Temperaturen warm, können auch gut die Eier des bekannten und beliebten Siebenpunktmarienkäfers ausgesetzt werden. Die daraus schlüpfenden Larven sind auf allen Pflanzen aktiv. Egal, ob behaart oder glatt, kurz oder langtriebig. Sie sind ab 15 C aktiv und gehen tagsüber auf Beutejagd. Daher ist es nicht notwendig, dass der Blattlausbefall in unmittelbarer Nähe ist. Insgesamt frisst eine Marienkäferlarve rund 800 Blattläuse. Später, nach der Verpuppung, werden noch mal mehr als 1.000 Schädlinge vertilgt. Foto: erwachsener Siebenpunktmarienkäfer  (vergrößerte Ansicht)

 

 

Ausbringung der Siebenpunktmarienkäfereier.jpgSiebenpunktmarienkäfer: Nicht immer die beste Wahl gegen Blattläuse

 

Der Aussatz dieser Eier verlangt allerdings etwas Fingerspitzengefühl und Umsicht. Die nur 0,4 mm großen Eier werden als Gelege auf Kunststofffolien geliefert. Rund 150 Eier befinden sich in einer Packung. Bei 20 C schlüpfen innerhalb von 4- 5 Tagen die ersten Marienkäferlarven. In dieser Zeit sollten Sie die filigranen Eier vor direkter Sonnenstrahlung und Regen schützen. Es empfiehlt sich daher, die Kunststofffolie direkt in das schattige innere Blattwerk zu bringen und sie dort mit einer Wäscheklammer zu befestigen. Nach dem Schlupf verteilen sich die 1 mm großen Larven auf der Pflanze. Aber Vorsicht: Marienkäfer und ihre Larven sind nicht so ortstreu wie die Larven der Schwebfliege. Sind aus ihrer Sicht zu wenig Blattläuse da, kann es passieren, dass die tagaktiven Nützlinge komplett abwandern. Foto: Aussetzen der Siebenpunktmarienkäfereier an der Pflanze 

 

  

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Achtung: Aufgrund der großen Hitze ist unsere Schwebfliegenproduktion zur Zeit sehr gering. Schwebfliegeneier sind daher leider erst wieder ab der KW 32 lieferbar!

 

 

 

 

 

Spinnmilben im Gewächshaus und Wintergarten: Raubmilben-Mix schützt vor Neubefall!

 

Der jetzige Sommer macht es Besitzern von Wintergärten und Gewächshäusern nicht leicht. Aufgrund der hohen Temperaturen in den Räumen vermehren sich jetzt Spinnmilben schlagartig. Den Befall erkennen Sie an den vielen winzig kleinen, gelb-weißen Pünktchen auf den Blättern. Gegen Spinnmilben hat sich der Einsatz von Phytoseiulus-Raubmilben bei vielen meiner Kunden bewährt. Bei einigen allerdings auch nicht. Schlechte Klimabedingungen waren die Ursache. Für solche Fälle hilft  die Kombination mit einer anspruchsloseren Raubmilbenart - Amblyseius californicus! Die beiden Raubmilbenarten ergänzen sich wunderbar. Der Raubmilbenmix ist daher ideal für lange Kulturen wie z.B. Gurken, Tomaten, Paprika, Bohnen oder Kübelpflanzen.

 

Eine Kurzübersicht über Spinnmilben finden Sie hier

 

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Spinnmilben stark vergrößert.jpgSo finden und erkennen Sie sicher Spinnmilben

 

Die ausgewachsenen Schädlinge sind 0, 4 mm groß, haben acht Beine, einen ovalen Körper und weben Netze. Je nach Wirtspflanze und Jahreszeit sind Spinnmilben gelblich, grün oder rötlich gefärbt. Unverwechselbar sind sie durch ihre zwei kleinen schwarzen Flecken auf dem Rücken (durchscheinende Eingeweidensäcke). Spinnmilben leben hauptsächlich auf der Blattunterseite. Man braucht ein gutes Auge bzw. eine Lupe um sie zu entdecken. Foto: erwachsene Spinnmilben und Spinnmilbeneier (vergrößerte Ansicht) 

 

 

 

starker Spinnmilbenbefall .jpgSo erkennen Sie den ersten Spinnmilbenbefall!

 

Um so leichter ist es, einen Spinnmilbenbefall zu erkennen. Er äußert sich mit ein paar winzig kleinen, gelb-weißen Pünktchen auf den Blättern. Dort saugen die Spinnmilben die Pflanzenzellen von der Blattunterseite heraus. Dadurch verlieren die Pflanzen das lebensnotwendige Blattgrün. Bei fortschreitendem Befall verdichten sich diese, die Blätter verfärben sich graubraun und vertrocknen schließlich. Erfolgt keine Bekämpfung, können bei einem starken Befall bereits geschwächte Pflanzen sogar absterben! Foto: starker Spinnmilbenbefall mit Netzbildung

 

 

Phytoseiulus-Raubmilbe stark vergrößert.jpgWie die Profis: Bekämpfung mit Raubmilben

 

In Deutschland sind chemische Insektizide im Form von Spray oder Stick sind nur bei Zierpflanzen erlaubt. Diese Mittel wirken - in vielen Fällen aber leider nur kurzfristig, denn die Tiere sind häufig gegen gängige Wirkstoffe resistent bzw. werden es sehr schnell. Chemie sollte daher möglichst erst als letztes Mittel zum Einsatz kommen. So machen es auch die Erwerbsgärtner in Deutschland. Sie setzen erst einmal auf die biologische Bekämpfung. Der Einsatz von gezüchteten Phytoseiulus- Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) ist mittlerweile Standard im Gemüseanbau unter Glas. Seit einiger Zeit wird diese Raubmilbenart, mit einer weiteren Raubmilbe, in Kombination erfolgreich eingesetzt. Foto: Phytoseiulus-Raubmilben (vergrößerte Ansicht) 

 

Zwei Nützlinge ergänzen sich: Der Raubmilbenmix gegen Spinnmilben!

 

Die beiden Raubmilben ergänzen sich wunderbar. Phytoseiulus-Raubmilben saugen Eier, Larven und erwachsene Tiere der Spinnmilbe aus. Jedes Tier frisst pro Tag 5 Spinnmilben oder 20 Spinnmilbeneier bzw. Spinnmilbenlarven. Amblyseius californicus ernährt sich ebenfalls von Spinnmilben, aber auch von Pollen, Weichhautmilben und Thripslarven. Im Gegensatz zu den Phytoseiulus-Raubmilben kann Amblyseius californicus auch mehrere Wochen ohne Spinnmilbennahrung überstehen. Während Phytoseiulus eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 % benötigt, kommt Amblyseius californicus selbst über einen längeren Zeitraum mit trockener Luft gut zurecht. Diese Raubmilbenart baut somit auch viel leichter eine eigene Population in Ihrem Gewächshaus auf.

 

Mehr Erfolg für den Hobbygärtner

 

Der Einsatz des Raubmilbenmix wirkt noch langfristiger. Die Phytoseiulus und Amblyseius-Raubmilben jagen und fressen die Spinnmilben gemeinsam. Phytoseiulus bleibt an der Pflanze aktiv bis fast alle Spinnmilben gefressen sind. Dann wandert Phytoseiulus gerne ab. Sind dann die Temperaturen hoch und die Luftfeuchtigkeit niedrig, kann sich aus den wenigen Restspinnmilben wieder ein Neubefall entwickeln. Genau hier schlägt die Stunde von Amblyseius californicus. Diese Raubmilbenart unterdrückt über Wochen wirksam eine Entwicklung einer neuen Schädlingspopulation. Das macht den neuen Raubmilbenmix so ideal für lange Kulturen wie z.B. Gurken, Tomaten, Paprika, Bohnen oder Kübelpflanzen.

 

Pyhtoseiulus/Amblyseius-Raubmilbenmix Hobbypackung.jpgVorteil: Mehrere Generationen auf einem Blatt

 

Die Nützlinge werden nicht mit Streu (Sägespäne oder Vermiculite), sondern auf Bohnenblättern geliefert. Anders als bei den Streubüchsen, die nur erwachsene Raubmilben enthalten, werden neben den erwachsenen Tieren auch eiablagebereite Raubmilbenweibchen sowie Jungtiere und Eier geliefert. Durch die unterschiedlichen Generationen ist ein längerer Bekämpfungserfolg möglich. Ein weiterer Vorteil ist das leichtere Aussetzen der Nützlinge. Die mit Raubmilben präparierten Bohnenblätter können in die Triebe in unmittelbarer Nähe des Befalls verteilt werden. Ohne dass die Raubmilben von den Pflanzen fallen. Eine Raubmilbenmixpackung mit ca. 700 Tieren reicht für ca. 10 qm Fläche mit niedrigen Pflanzen und kostet 15,- Euro. Foto: Hobbypackung des Raubmilben-Mix

Bitte beachten Sie: Bei einem starken Befall ist ein reiner Nützlingseinsatz zwar möglich, allerdings müssten ist hier eine große Menge an Raubmilben notwendig. Ein Einsatz, der in keinem wirtschaftlichen Verhältnis mehr zum Erfolg steht! In einem solchen Fall empfehle ich eine erste Reduzierung des Schädlingsaufkommens mit einem nützlingsschonenden Mittels, z.B. auf Rapsölbasis. Ist der Befall nach zweiwöchiger Behandlung dann wieder gering, können zur Vernichtung der restlichen Tiere dann erstmalig Raubmilben eingesetzt werden!

 

Zur Bestellung des Raubmilben-Mix aus Phytoseiulus p. und Amblyseius c. gelangen Sie direkt hier

 

Zur Bestellung der bewährten Phytoseiulus-Raubmilben gelangen Sie hier

 

 

 
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