Gartensaison 2017: Ansiedlung von Nützlingen gegen Blattläuse mit Lock-, Nahrungs-und Unterschlupf-Pflanzen gezielt einplanen!

Bild: Kopfsalat im Beet bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Kopfsalat im Beet

Zu den wichtigsten Nützlingen gegen Blattläuse gehören der Siebenpunktmarienkäfer sowie die Hain-Schwebfliegen und Florfliegenlarven. Sie werden von vielen Hobbygärtnern seit einigen Jahren als gezüchtete Tiere gekauft und gezielt eingesetzt. Nicht wenige setzten die kleinen Helfer aber als Einweg-Waffe ein. Das muss nicht sein, denn die ausgesetzten Tiere lassen sich durchaus im Garten ansiedeln und vermehren. Dazu sind aber nicht Insektenhotels, sondern hauptsächlich bestimmte Nahrungs- und Rückzugspflanzen erforderlich. Sie sollten daher in der Garten- bzw. Beetplanung für die Saison 2017, ihren würdigen Platz finden- es lohnt sich!

Hain-Schwebfliegelarven: gründlich, wetterfest und wandern nicht von den Pflanzen ab!

Bild einer Larve der Hain-Schwebfliege bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Larve der Hain-Schwebfliege

Bei der Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) handelt es sich um die früheste und effektivste Schwebfliegenart. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pollen und Nektar. Ihre 2-3 cm, milchig-glasigen Larven dagegen von Blattläusen. Jede Larve frisst bis zu 1.000 Blattläuse innerhalb von ein bis zwei Wochen. Dabei werden alle Stadien der Blattläuse komplett wegfressen. Zwar kann der Nützling nur auf unbehaarten Pflanzen optimal eingesetzt werden, dafür ist er bereits ab 8 °C aktiv und unempfindlich gegen Regen und Wind. Auch werden Hain-Schwebfliegenlarven nur wenig von Ameisen verdrängt. In gezüchteter Form, geliefert als Eier auf Blättern, werden die Tiere auch auf dem Balkon eingesetzt. 

Drei Generationen sind bei den Hain-Schwebfliegen möglich!

Bild von Aussetzen der Hain-Schwebfliegeneier in die Pflanze bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Aussetzen der Hain-Schwebfliegeneier in der Pflanze

Ausgesetzte Hainschwebfliegen bilden bis zu drei weitere Generationen im Freiland. Ein großes Bekämpfungspotenzial, da jedes erwachsene Weibchen bis zu 300 Eier direkt in Blattlauskolonien ablegt. Eine Packung mit 500 Schwebfliegeneiern macht sich  nicht nur schnell bezahlt- Sie wirft (in Schwebfliegeneier..) auch ordlich etwas ab- solche Renditen wie hier, sind nur an der Börse möglich.  Voraussetzung Sie  als Hobbygärtner tun etwas damit sich die Tiere wohlfühlen.

Bild vonNahrungspflanzen für Schwebfliegen und Florfliegen bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Nahrungspflanzen für Schwebfliegen und Florfliegen

Damit die Tiere sich aber auch ansiedeln, sind Lock- und Nahrungspflanzen notwendig. Ausgesprochene Hain-Schwebfliegenpflanzen sind Ackersenf, Anis, Astern, Bärlauch, Dill, Disteln, Engelwurz, Fenchel, Gartenkerbel, Goldrute, Huflattich, Husarenkopf, Kamille, Kerbel, Klatschmohn, Koriander, Kornblume, Kümmel, Liebstöckel, Löwenzahn, Margeriten, Mittagsblume, Nachtkerze, Petersilie, Phacelia, Rainfarn, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenaugen, Strauchmargerite, Sumpfdotterblume, Tagetes, Vergissmeinnicht, Waldziest, Wegwarte, Weiden, Wiesenkerbel und Ysop. Bei den Pflanzen sollten möglichst früh und lang blühende Arten kombiniert, sowie die nektar- und pollenreicheren Wildarten bevorzugt werden.   Zur Bestellung von Hain-Schwebfliegenlarven

Florfliegenlarven sind mobil und vielseitig in der Nahrung

Bild vom Öffnen einer Packung mit Florfliegenlarven zur Bekämpfung von Blattläusen bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Öffnen einer Packung mit Florfliegenlarven

Auch bei den bekannten Florfliegen (Chrysoperla carnea) sind es die 5-10 mm großen, gelbbraun behaarten Larven, die innerhalb von 2-3 Wochen bis zu 800 Blattläuse fressen. Sollte es daran mangeln, fressen die mobilen Tiere auch noch Schmierläuse und Thrips. Für Pflanzen mit Mischbefall daher ideal. Als junge Larven in einer Wellpappenpackung geliefert, kann man sie gut im Freiland einsetzen. Ab Temperaturen von 15 °C ist dieser Nützling aktiv. Allerdings sind Florfliegenlarven im jungen Alter nicht so wetterfest wie der Schwebfliegennachwuchs. Der Aussatz von Florfliegenlarven sollte daher möglichst an windgeschützten Stellen erfolgen.

Bei Florfliegen wird 1 bis 2 weitere Generation gebildet

Bild einer Florfliegenlarve die eine Blattlaus frisst bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Florfliegenlarve frisst Blattlaus

Auch die Florfliege lässt sich im Garten ansiedeln. Allerdings bilden die Tiere oft nur ein bis zwei weitere Generation im Jahresverlauf. Voraussetzung dafür sind bestimmte Lock- und Nahrungspflanzen. Erwachsene Florfliegen ernähren sich von Pollen und Nektar von Borretsch, Beinwell, Ehrenpreis, Klatschmohn, Glockenblumen, Disteln, Nachtkerzen, Sonnenblumen, Hundsrose, Dill, Distel, Fenchel, Kerbel, Phacelia, Petersilie; Kamille, Margerite, Ringelblume, Schafgarbe und Wegwarte. Auch bei den Florfliegen haben Wildarten einen Vorrang. Ebenso brauchen die dämmerungsaktiven Tiere Rückzugspflanzen als Tagesverstecke. Ideal sind Laubgehölzhecken, wie z. B. Hain- und Rotbuche, Liguster und Buchsbaum. Da die Tiere nur kurze Strecken zurücklegen können, sollten diese Pflanzen möglichst in Nähe der Beete sein.

 Zur Bestellung von Florfliegenlarven

Siebenpunktmarienkäfer: bekannt und sehr gefräßig

Bild eines Siebenpunkt-Marienkäfer auf einem Blatt bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Siebenpunkt-Marienkäfer

Bei den beliebten Siebenpunktmarienkäfern (Coccinella septempunctata) fressen die erwachsenen Käfer und die Larven ausschließlich Blattläuse. Pro Tier werden daher bis zu 4.000 Blattläuse vertilgt. Gegen Blattlausnester an höheren und lichten Pflanzen sind sie die erste Wahl. Die Tiere werden als Eier auf Folien geliefert. Eingesetzt werden sie meist ab Mai, denn die Eier brauchen zum Schlupf etwas Wärme. Zur Bestellung zur Siebenpunkt-Marienkäfer

Siebenpunktmarienkäfer brauchen die ganze Saison über Blattläuse

Bild zeigt Brennnesseln für frühe Blattlauspopulation zur Ansiedlung des Siebenpunktmarienkäfer bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Brennnesseln für frühe Blattlauspopulation

Im Gegensatz zu ihren Kollegen, den Schweb- und Florfliegen benötigen Siebenpunkt-marienkäfer keine speziellen Lock- und Nahrungspflanzen. Was sie anlockt, sind Blattläuse – möglichst viele und regelmäßig. Denn ist der Befall zu gering, wandern die mobilen Tiere ganz schnell ab. Auch dieser Nützling lässt sich dauerhaft im Garten ansiedeln. Leider bildet er oft nur noch eine weitere Generation innerhalb einer Saison. Aufgrund der hohen Fraßleistung lohnt die Ansiedlung im jedem Fall. Dazu sollte ein gewisses Nahrungsangebot vorhanden sein - lassen sie daher extra ein paar Pflanzen z. B. Brennnesseln mit Blattläusen, außerhalb der Beete stehen.

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