Schmierläuse: Bekämpfung ab Frühjahr 2017

Bild von Schmierläusen und deren Eigelege am Zitrus bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Schmierläuse und deren Eigelege am Zitrus

Schmierläuse können jetzt wieder mit dem Australischen Marienkäfer bekämpft werden!

Was sich in den letzten Monaten im Zimmer und Wintergarten unbemerkt vermehrt hat, wird jetzt im April deutlich sichtbar: Schmierläuse an den Pflanzen. Die weißen Pflanzenparasiten wird man aber nur schwer wieder los. Gut versteckt und geschützt lebt der Schädling an verschiedenen Stellen der Pflanze. Herkömmliche Mittel kommen an die Tiere kaum ran und wenn, dann wirken sie oft nur begrenzt und kurzfristig. Eine langfristige und auch giftfreie Abhilfe schaffen dagegen seine natürlichen Feinde: Der Australische Marienkäfer und seine Larven. Die lichtbedürftigen Tiere können Sie jetzt wieder im Zimmer und Wintergarten problemlos einsetzen. 

 

Gleich zur Bestellung der Australischen Marienkäfer gegen Schmierläuse

Schmierläuse: rosiger Unterbau mit weißen Streifen

Bild einer Nahaufnahme einer Zitrusschmierlaus bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Zitrusschmierlaus

Dass Schmierläuse an Ihren Pflanzen aktiv sind erkennen Sie an kleinen klebrigen Wattetupfen, die Sie an Blattrippen, Zweigen sowie Blattachseln finden. Im Zimmer, Wintergarten und Gewächshaus tritt die Zitrusschmierlaus (Planococcus citri) am häufigsten auf. Deren Weibchen sind oval geformt, ca. drei bis fünf Millimeter lang und etwas rosig gefärbt. Der Schädling hat eine Wachsschuppenschicht sowie als sicheres Erkennungsmerkmal zwei kurze Schwanzfäden am Hinterteil. 

Mehrere Generationen mit sehr mobilen Nachwuchs

Bild von Eigelegen und Jungtieren von Zitrusschmierläusen bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Eigelege und Jungtiere von Zitrusschmierläusen

Zitruschmierläuse sind zäh. Unbegattete Weibchen leben rund acht Monate, die begatteten dagegen sterben nach der Eiablage. Dafür legen sie aber bis zu 600 Eier in einen dichten Wachsfadensack ab, also das was wir als Wattetupfensehen! Nach 10 Tagen schlüpfen die ersten winzigen gelblich-braunen Jungtiere. Sie sind sehr mobil und können mehrere Meter zur nächsten Pflanzen zurücklegen. Liegen Temperaturen über 24 Grad und eine 60 % Luftfeuchte vor, dauert die Entwicklung vom Ei bis zum erwachsenen Tier nur 1 - 2 Monate. Unter diesen Bedingungen sind bis zu acht Schmierlausgenerationen im Jahr möglich.

Welche Schäden verursachen Schmierläuse?

Bild der zuckerhaltigen Ausscheidungen mit Rußpilzen von Schmierläusen bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: zuckerhaltige Ausscheidungen mit Rußpilzen von Schmierläusen

Zitrusschmierläuse befallen gerne Philodendron und Ficusarten, Palmen, Strelitzien, Orchideen sowie viele Sukkulente. Durch das starke Saugen an den Pflanzen kommt es zu Verwachsungen, Stauchungen, vergilbten Blättern sowie zum Abfall von Blättern und Blüten. Da die Tiere reichlich zuckerhaltige Ausscheidungen hinterlassen, sind die Pflanzen meist stark verklebt. Häufig siedeln sich darauf Ruß- und Schwärzepilze an. Der schwarze Belag  verunstaltet die Pflanzen und behindert die notwendige Photosynthese. 

Herkömmliche Bekämpfung: nur bei kleinem Befall erfolgreich

An kleinen Pflanzen ist ein geringer Befall schnell in Griff zu kriegen. Die Tiere werden einfach mit einer Zahnbürste aus ihren Verstecken gekratzt. Achtung: sämtliche Flocken müssen entfernt werden! Man kann auch die Tiere mit einem Speiseöl getränkten Wattestäbchen beträufeln. Das Öl verstopft die Atemöffnungen und die Schädlinge sterben ab. Bei größeren Pflanzen helfen Spritzmittel auf Kaliseifenbasis. Allerdings ist die Wirkung in vielen Fällen eher kaum zufriedenstellend. Schmierläuse leben recht sehr versteckt und ihre Wachsschicht schützt sie vor Flüssigkeiten ganz gut. Die Pflanzen müssen daher sehr gründlich und auch mehrmals in kurzen Abständen behandelt werden. Chemische Insektizide helfen nicht immer, da erst einmal die aktiven, saugenden Tiere getötet werden. Je nach Wirkungsdauer und Entwicklungszeit der Tiere bleiben die Nachkommen schon mal verschont. So mancher Hobbygärtner staunt daher nicht schlecht, dass er nach einiger Zeit schon wieder Schmierläuse bei sich hat.

Was hilft langfristig gegen Schmierläuse?                  Australische Marienkäfer!

Bild eines Australischen Marienkäfers bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Australischer Marienkäfer

Wer alle Schädlingsstadien, also Eier, Larven und erwachsene Tiere beseitigen oder auf herkömmliche Mittel verzichten möchte sollte Nützlinge einsetzen. Zu den bekanntesten Gegenspielern der Zitrusschmierlaus zählt der Australische Marienkäfer und seine Larven. Sie werden seit Jahren in Gewächshäusern der Botanischen Gärten mit Erfolg eingesetzt. Die schmierlausähnlichen, zotteligen Marienkäferlarven fressen vorwiegend junge Schmierläuse sowie Schmierlauseier. Die orange/schwarzen Käfer ernähren sich gerne von erwachsenen Schädlingen. In ihrer 30- bis 70-tägigen Entwicklungszeit frisst ein einziges Tier über 300 Schmierläuse.

Wer viel frisst muss auch viel trinken!

Bild einer Australische Marienkäferlarve  die Schmierläuse frisst bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Australische Marienkäferlarve frisst Schmierlaus

Die Nützlinge werden als junge Larven geliefert. Sie werden in der Nähe des Befalls abgelegt. Bereits nach einiger Zeit der Orientierung flitzen die zotteligen Larven zu den Schädlingen. Die Voraussetzung dafür ist eine Temperatur ab 20 °C sowie viel Licht. Ganz wichtig: die kleinen Kerlchen brauchen Trinkwasser! Daher müssen die Pflanzen möglichst ein- bis zweimal am Tag mit einem Pflanzensprüher eingenebelt werden – sonst fressen die Nützlinge nicht! Die jungen Tiere müssen für eine erfolgreiche Bekämpfung noch etwas wachsen. In der Regel wird erst nach drei Wochen eine deutliche Reduzierung des Schmierlausbefalls sichtbar. Ab diesem Zeitpunkt verwandelt sich die Larve langsam zu einem erwachsenen Käfer. Ist später dann genügend Nahrung und regelmäßig Trinkwasser vorhanden, sind auch die erwachsenen Tiere an Ihren Pflanzen aktiv. Die Käfer können mehreren Wochen, manchmal auch mehrere Monate alt werden. Zur Bestellung der Australischen Marienkäfer gegen Schmierläuse gelangen Sie hier

Wie erhalten Sie Australische Marienkäfer?

Bild von Larven des Australischen Marienkäfers auf Papierstreifen und Verpackung bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Larven des Australischen Marienkäfers auf Papierstreifen und Verpackung

Die Tiere werden als Larven mit Papierstreifen in einem Plastikbehälter per Post geliefert. Versandtage dieser Tiere sind Montag bis Mittwoch. In der Regel sind die Larven innerhalb 1 Tag maximal 2 Tage bei Ihnen zu Hause. Als Reiseproviant ist ein mit Honigwasser getränktes Filzstück beigefügt. In einer Packung sind 25 Larven, ausreichend für 2 bis 3 Pflanzen. Die sehr agilen Tiere sollten möglichst schnell  ausgesetzt werden. Maximal können Sie die Tiere an einem kühlen Ort, bei ca. 15 °C einen Tag lang aufbewahren. 

Bitte beachten Sie: Beim Einsatz der Tiere sollte der letzte chemische Pflanzenschutz vor mindestens 6 Wochen erfolgt sein. Bei Verwendung von nützlingsschonenden Mitteln sind keine Wartezeiten notwendig.

 

Zur Bestellung der Australischen Marienkäfer gegen Schmierläuse

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