Blattläuse: biologische Bekämpfung Mai 2017

Bild zeigt: Blattlauskolonie  mit geflügelten und ungeflügelten Tieren am Pflanzenstängel bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Blattlauskolonie

Endlich warm: Siebenpunkt-Marienkäfer, Hainschwebfliegenlarven sowie Florfliegenlarven können jetzt im Freiland gegen Blattläuse wieder einsetzt werden!

Dank des regenreichen Aprils und den ja schon fast schlagartigen hohen Temperaturen  seit einigen Tagen vermehren sich Blattläuse vielerorts rasant. Fast alle Pflanzen werden von Blattläusen befallen. Hier helfen die natürlichen Feinde: Siebenpunktmarienkäfer, Hain-Schwebfliegen-und Florfliegenlarven. Aber nicht im jeden Garten sind diese heimischen Nützlinge jetzt in ausreichender Zahl vorhanden. Wer will kann daher auch gezüchtete Tiere einsetzten. Aber Vorsicht, der Einsatz lohnt nicht überall. Bei großen Gehölzen ist damit die Bekämpfung zu teuer und zu schwierig. Bei Gemüse und Zierpflanzen ist das Kostennutzenverhältnis sowie die Ausbringung viel besser. Hier kann der gezielte Einsatz als alleiniges Mittel  bzw. als Ergänzung zu den Nützlingsschonenden Präparaten sehr gute Ergebnisse liefern. Vorausgesetzt, Sie beherzigen im Freiland diese Ratschläge.

 

Gleich zur Bestellung von Hain-Schwebfliegenlarven

Gleich zur Bestellung von Florfliegenlarven

Gleich zur Bestellung von Siebenpunkt-Marienkäfer

Hain-Schwebfliegenlarven: ideal für Beet und Balkon

Bild zeigt eine Larve der Hain-Schwebfliege auf einen nassen Blatt bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Larve der Hain-Schwebfliege

An allen Pflanzen mit glatten Blättern und Trieben wie z.B. Salaten oder Rosen können die Larven der Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) gegen Blattläuse eingesetzt werden. Mehr als 800 Blattläuse schafft eine einzige Larve in 1 bis 2 Wochen. Die Larven sind bereits bei 8 C aktiv, und sind zudem Wind- und Regenfest. Wichtig ist aber das diese Pflanzen über ein dichtes Blattwerk verfügen. Grund: Die Tiere werden als 1 mm große Eiern auf Blättern geliefert. Rund 500 Eier sind in einer Packung. Bei Temperaturen um die 20 C schlüpfen bereits schon nach ein zwei Tagen die ersten Larven. Die kleinen Eier sollten aber vor direkter Sonne, starken Regen sowie vor Vögeln geschützt werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, legt ein Beetvlies über die Pflanzen.

Hain-Schwebfliegenlarven: ortstreu und sehr gründlich

Bild zeigt den Aussatz der Blätter mit Eiern der Hain-Schwebfliege in das Strauchwerk der Pflanze bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Aussatz der Blätter mit Eieren der Hain-Schwebfliege

Die Blätter werden in das schattige Pflanzeninnere über Blätter und Triebe gelegt. Das dichte Blattwerk dient auch als geschütztes Tagesversteck und Schlafplatz denn die glasigen Larven sind hauptsächlich in der Dämmerung aktiv. Das Blattwerk ist auch ein guter Ort wo sich die Larve nach zwei Wochen Fraßzeit zum erwachsenen Schwebfliege umwandeln kann. Es können bis zu 3 weitere Generationen im sich entwickeln. Der Blattlausbefall sollte nicht ein bis zwei Meter vom Blattwerk entfernt sein. Schwebfliegenlarven sind nämlich nicht allzu mobil dafür aber sehr gründlich in ihren Aktionsradius. Sie fressen alles was Blattlausartig ist weg, also auch Blattlauslarven und Eier. Erst wenn ihr Revier sauber ist, wandern sie weiter. Zur Bestellung von Hain-Schwebfliegenlarven

 

Allzweckwaffe Florfliegenlarven:  sie fressen neben Blattläuse auch Spinnmilben, Thrips und Zikaden

Bild zeigt: eine Florfliegenlarve greift Blattlaus an bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Florfliegenlarve greift Blattlaus an

Bei behaarten Pflanzen und Pflanzen die über wenige dichtes Blätterwerk und oder langen Triebe wie z.B. „Schwarzäugie Susanne“ verfügen eignen sich die agilen Florfliegenlarven. Rund 500 Blattläuse frisst eine einzelne Florfliegenlarve. Aber nicht nur das neben Blattläusen werden auch Spinnmilben, Thrips und Zikaden mit gefressen. Die Tiere kommen in einer speziellen Wabenpackung per Post. Rund 500 junge Tiere befinden sich geschützt unter einer Gaze in einer Packung. Die Schutzgaze auf der Packung wird bei den befallenen Pflanzen vorsichtig entfernt und die Tiere einfach heraus geklopft. Aufgrund das der Nützling schon im fertigen Larvenstadium geliefert benötigen sie weniger Schutz.

Vlies beim Einsatz auf dem Balkon notwendig

Bild zeigt: Florfliegenlarven werden aus der Verpackung in Nähe des Blattlausbefalls einfach "heraus geklopft" bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Florfliegenlarven werden aus der Verpackung "heraus geklopft"

Beim Einsatz an zugigen Orten wie z.B. auf Balkon, sollten Sie aber in der ersten Woche die 2-3 mm kleinen Nützlinge vor dem Wind schützen. Hier hat sich der Einsatz von Vlies bewährt. Sollte der dortige Pflanzenbestand etwas dünn sein, sollten Sie einige Töpfe mit buschigen Pflanzen aufstellen. Die dämmerungsaktiven Florfliegenlarven benötigen diese Pflanzen als Rückzugs- und Ruheort. Die Tiere haben recht geringe Temperaturansprüche, dafür einen großen Appetit 2- 3 Wochen sind die Tiere gegen Blattläuse aktiv. Dann erfolgt die Umwandlung zu erwachsenen Florfliege. Dieses Tier ernährt sich von Nektar und Pollen. Zur Bestellung von Florfliegenlarven

Siebenpunkt-Marienkäfer: gefräßig aber auch anspruchsvoll!

Bei Temperaturen ab 20 C können auch gut die Eier des allbekannten  Siebenpunkt-Marienkäfers ausgesetzt werden. Die daraus schlüpfenden Larven sind auf allen Pflanzen egal ob behaarte oder glatt, kurz oder langstielig, aktiv. Die Larven sind ab 15 C aktiv und gehen tagsüber auf Beutejagd. Der Blattlausbefall muss daher nicht immer in unmittelbarer Nähe sein. Insgesamt frisst eine Marienkäferlarve rund 800 Blattläuse. Später nach der Verpuppung werden noch mal mehr als 1.000 Schädlinge gefressen.

Als sichere und geschützte Orte eignen sich besonders gut die Unterseiten von großen Blättern, dort sollten Sie die Folie mit einer Wäscheklammer befestigen. Nach dem Schlupf der ersten 1 mm großen Larven und verteilen diese sich auf der Pflanze. Achtung: Ortstreu wie Schwebfliegenlarven sind die Larven und erwachsenen Tiere des Marienkäfers allerdings weniger. Sind aus ihrer Sicht zu wenig Blattläuse da, wandern diese tagaktiven Nützlinge schon mal komplett ab.Setzen Sie diesen Nützling nur bei starken Befall ein.

Zur Bestellung von Siebenpunkt-Marienkäfer

Bei den Eiern des Käfers ist etwas Fingerspitzengefühl nötig

Aussatz der Sieben-Punktmarienkäfereier in die Pflanze bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: Aussatz der Sieben-Punktmarienkäfereier in die Pflanze

Ja, bei diesen Blattlauskiller brauchen Sie etwas Fingerspitzengefühl und Umsicht. Die nur 0,4 mm großen Eier werden als Gelege auf Kunststoff-Folien geliefert. Rund 150 Eier befinden sich in einer Packung. Bei 20 Grad schlüpfen innerhalb von 4- 5 Tagen die ersten Marienkäferlarven. Die filigranen Eier sollten Sie in dieser Zeit vor Sonnenstrahlung sowie Regen schützen. Am besten ist es daher die Plastikfolien möglichst in das schattige innere Blattwerk zu bringen.

 

Nützlinge an großen Gehölzen: Finger weg, da nur mit großen Mengen ein Erfolg möglich!

Der gezielte Einsatz von gezüchteten Nützlingen gegen Blattläuse an Obstbäumen und Ziergehölzen über 1, 50 Höhe ist im Allgemeinen nicht zu empfehlen. Bei großen Gehölzen benötigen Sie weit mehr als nur ein zwei oder drei Packungen um den Befall zu stoppen. Außerdem, können Sie sich, wenn Sie bis bis hier alles durchlesen haben,  gut  vorstellen  das der Aussatz der Tiere in den Baumkronen eine teilweise recht akrobatische Leistung werden wird. Als billigste Gegenmaßnahme sollten Sie deshalb besser zum Gartenschlauch greifen und die Biester mit scharfem Strahl in regelmäßigen Abständen von den Trieben und Blättern runter spritzen.

 

Zur Bestellung von Hain-Schwebfliegenlarven

Zur Bestellung von Florfliegenlarven

Zur Bestellung von Siebenpunkt-Marienkäfer

Persönliche Hilfe

Sollten Sie noch Hilfe brauchen oder etwas unklar sein, Anruf über 0176-487 631 43 

Werktags von 10.00-16.00 Uhr oder eine Nachricht über das  Kontaktformular

Diesen Artikel über die biologische Bekämpfung von Blattläusen weiterempfehlen!