Weiße Gewächshausfliege: biologische Bekämpfung ab Frühjahr 2017

Bild eines sehr starken Befall der Weißen Gewächshausfliege bei www.insekten-schuetzen-pflanzen.de
Bild: sehr starker Befall der Weißen Gewächshausfliege

Die Weiße Gewächshausfliege: jetzt mit Encarsia-Schlupfwespen frühzeitig bekämpfen!

Tomaten, Paprika und Gurken aus dem eigenen Gewächshaus: Dieser Wunschtraum wird leider oft von der Weißen Gewächshausfliege durchkreuzt.  Und zwar schon im Jungpflanzenstadium. Die winzigen kleinen Larven der Gewächshausfliege saugen massiv an den Blättern und übertragen so manche diese Viruskrankheit. Folge: die Pflanzen kommen nur langsam auf Höhe, sie mickern  vor sich hin. Die Ernte ist daher recht spärlich und sieht nicht gerade knackig aus. Eingeschleppt wird diese "Weiße Fliege" über infizierte Pflanzen und Schnittblumen. Vielerorts sind sie aber auch schon da. Durch das immer wärmere Klima gelingt es den Schädlingen teilweise sogar in den Gewächshäusern unbemerkt zu überwintern. Die herkömmliche Bekämpfung dieses Schädling gelingt nur selten erfolgreich. Wer noch einen kleinen Befall hat oder vorbeugen will, sollte wie die Profis aus den Erwerbsgartenbau die Encarsia-Schlupfwespen einsetzen. Sie saugen den Nachwuchs aus oder legen darin Ihre Eier ab - mit tödlichen Folgen für die Weiße Fliege!

 

Zur Bestellung der Encarsia-Schlupfwespen gegen die Weiße Gewächshausfliege

 

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Bild: Weiße Gewächshausfliege (stark vergrößert)

Die Weiße Gewächshausfliege (Trialeurodes vaporiorum) kommt nur an Pflanzen vor, die im Gewächshaus, Wintergarten oder Zimmer stehen. Sie ist nur 1-2 mm groß und hat einen weiß-gelben Körper der komplett mit einem weißem Wachsstaub überzogen ist. Bei jeglicher Berührung der Pflanze fliegen sie sofort auf. Bei einen kleinen Befall fallen sie kaum auf, leben sie doch hauptsächlich an der Blattunterseite. Auch ihre 0,3 bis 0,8 mm großen milchig gefärbten Larven leben dort. Im ganz jungen Stadium sind die Larven noch beweglich und verbreiten sich schnell. Später verankern sie sich an einer Stelle und entwickeln sich innerhalb von 3 Wochen zu erwachsenen Tieren.

Schaden: Massiver Saftenzug und Viruskrankheiten

Die erwachsenen Tiere und besonders ihre Larven entziehen den Pflanzen große Mengen an Pflanzensaft. Die Folgen sind ein geringes Wachstum und die Übertragung von Viruskrankheiten. Befallene Blätter zeigen anfangs gelbliche Saugstellen. Später trocknen sie ein und fallen ab. Die großen zuckerhaltigen Ausscheidungsmengen der Tiere verkleben dazu die Blätter. Dieser Belag ist ein Nährboden für Schwärzepilze, die dann die Photosynthese behindert und die Pflanzen zusätzlich schwächen.

Klimawandel: die eingeschleppten Pflanzenschädlinge können immer leichter überwintern!

Die Weiße Gewächhausfliege findet man sehr häufig an Gurken, Tomaten, Paprika, Bohnen und Auberginen. Aber auch Zierpflanzen werden gerne befallen, allen voran Fuchsien, Euphorbien, Gerbera, Verbenen, Pelargonien, Lantanen, Myrten, Primeln, Hibiskus und Datura. Die kleinen Fliegen werden meist über infizierte Beet- und Balkonpflanzen in das Gewächshaus eingeschleppt. Oder aber sie ist schon da. Denn angesichts des immer wärmeren Klimas bei uns, auch der letzte Winter war ungewöhnlich mild,  gelingt es einigen Larven des Gewächshausschädlings immer leichter unbeschadet zu überwintern. Sie sollten daher im Winterkulturen wie  Feldsalat und Petersilie genau auf Schädlingsbesatz überprüfen. Ebenso sollten Sie jetzt Kübelpflanzen die im Zimmer oder warmen Treppenhaus etc. "überwintert" haben mit einem ölhaltigen Präparat vorbehandeln.

Die Alternative zur Gelbtafel: der Staubsauger!

Gegen die Weiße Fliege werden in Garten- und Baumärkten sogenannte Gelb-Tafeln angeboten. Eingesteckt an den Pflanzen funktionieren sie recht gut. Allerdings werden leider zu wenige Tiere angelockt und abgefangen. Sie dienen eher zu Überwachung der Schädlingsaufkommen. Größere Mengen erwischen Sie am schnellsten mit einem Staubsauger. ...Bei ersten mal kommt man sich irgendwie bescheuert vor - aber es funktioniert wirklich!  Wirbeln Sie mehrmals am Tag die Fliegen auf und saugen Sie diese mit dem Staubsauger ein. Bereits beim zweiten Mal macht es sogar richtig Laune!

Wie die Profis: Encarsia-Schlupfwespen gegen die Weiße Fliege

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Encarsia-Schlupfwespe (vergrößert)

Gegen die platten Larven auf dem Blättern helfen die oben genannten Methoden allerdings nicht. Kurzfristig können chemische Insektizide helfen, nur werden die Tiere schnell dagegen immun bzw. sind es in nicht wenigen Fällen bereits. Ein Problem mit dem auch die Profigärtner in den Produktionsbetrieben zu kämpfen haben. Im integrierten und biologischen Anbau setzt man daher seit Jahren erfolgreich die Schlupfwespe (Encarsia formosa) ein. Dieser Nützling ist nur 0,6 mm groß und saugt die jüngeren beweglichen Larvenstadien aus. In die älteren unbeweglichen Larven der Weißen Gewächhausfliege dagegen legt sie jeweils ein Ei. Der Schädling verendet durch die Entwicklung des Eies in seinem Körper. In ihrer 2-3 wöchigen Lebenszeit kann eine einzelne Schlupfwespe bis zu 300 Eier ablegen.

Wichtig: frühzeitiger Einsatz

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Bild: Aufgeklebte Encarsia-Schlupfwespen-Puppen

Auch der Hobbygärtner kann diese Schlupfwespen bei sich im Gewächshaus nutzen. Allerdings sollte 1.) der letzte chemische Pflanzenschutz mindestens 6 Wochen zurück liegen. Und 2.) sollten Sie möglichst frühzeitig, also noch bei einem anfänglichen kleinen Befall, zum Einsatz kommen. Bei einem größeren Befall hilft nur die Kombination bzw. Vorbehandlung mit einem nützlingsschonenden Mittel (bitte gezielt bei mir anfragen). Die Schlupfwespen sind nur über den Versandweg erhältlich. Die Tiere werden als Schlupf­wes­penpuppen in parasitierten schwarzen Larven der Weißen Gewächshausfliege aufge­klebt auf Kartonhänger per Post geliefert. In einer Packung befinden sich 5 Kärt­chen mit insgesamt 500 Tieren, gut ausreichend für 10 qm (niedrige Kultur).

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Geduld: erste Erfolge nach 14 Tagen sichtbar

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Bild: Encarsia-Schlupfwespen-Kärtchen im Einsatz

Optimal sind Temperaturen zwischen 20 - 27° C sowie eine Luftfeuchtigkeit von ca. 70 %. Klimabedingungen die nicht immer im Kleingewächshaus  so vorliegen. Keine Angst: Die Schlupfwespen sind sogar ab 15° C aktiv und vertragen auch mal einen trockenen Tag. Die Anwendung ist einfach: Die Kärtchen sind mit einem Hänger versehen. An Seitentrieben werden sie im unteren Drittel der Pflanzen gehängt. Nach 10 Tagen schlüpfen bei 20° C die ersten Schlupfwespen. Sie suchen sofort nach den schädlichen Larven. Nach ca. 2 bis 3 Wochen sind bereits die ersten schwarzgefärbten Fliegenlarven auf den Blattunterseiten zu finden. Haben die Schädlingshüllen ein Loch, ist bereits eine neue Encarsia-Wespe geschlüpft. Wenn 4 Wochen nach der Ausbringung mehr als die Hälfte der Weißen Fliegenlarven schwarz sind, war der Nützlingseinsatz erfolgreich. Um die Weiße Gewächshausfliege langfristig einzudämmen sollten Sie alle 14 Tage neue Encarsia-Schlupfwespen einsetzen.

 

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